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11. Dieser Priester aber hatte auf diesem Altar drei Jungfrauen auf einmal
geopfert, und das waren die Töchter des Onita, eines königlichen Abkömmlings
direkt aus den Lenden Hams. Diese Jungfrauen wurden wegen ihrer Tugend
geopfert; sie wollten sich nicht dazu hergeben, Götter aus Holz oder Stein
zu verehren, und darum wurden sie auf diesem Altar umgebracht, und es
geschah nach der Weise der Ägypter.
12. Und es begab sich: Die Priester taten mir Gewalt an, um auch mich
zu töten, wie sie es mit jenen Jungfrauen auf dem Altar getan hatten;
und damit man Kenntnis habe von diesem Altar, will ich auf die Darstellung
zu Beginn dieses Berichts verweisen.
13. Er war in Gestalt einer Bettstatt gemacht, wie sie bei den Kaldäern
benutzt wurde, und er stand vor den Göttern von Elkena, Libna, Mamakra,
Korasch und auch einem Gott gleich dem des Pharao, des Königs von Ägypten.
14. Damit man eine Vorstellung von diesen Göttern hat, habe ich in der
Abbildung am Anfang ihr Aussehen angegeben, und diese Art von Abbildungen
wird von den Kaldäern "ralinos" genannt, was Hieroglyphen bedeutet.
15. Und als sie nun die Hände gegen mich erhoben, um mich zu opfern und
mir das Leben zu nehmen, siehe, da erhob ich die Stimme zum Herrn, zu
meinem Gott, und der Herr vernahm es und erhörte mich, und er erfüllte
mich mit der Vision des Allmächtigen, und der Engel seiner Gegenwart stand
mir bei und löste mir sogleich die Bande;
16. und seine Stimme erging an mich: Abraham, Abraham, siehe, mein Name
ist Jehova, und ich habe dich erhört und bin herniedergekommen, um dich
zu befreien und dich aus deines Vaters Haus und von deiner ganzen Verwandtschaft
wegzuführen in ein fremdes Land, von dem du nicht weißt -
17. und dies, weil sie das Herz von mir abgewandt haben, um den Gott von
Elkena und den Gott von Libna und den Gott von Mamakra und den Gott von
Korasch und den Gott des Pharao, des Königs von Ägypten, zu verehren;
darum bin ich herniedergekommen, um sie heimzusuchen und denjenigen zu
vernichten, der seine Hand gegen dich, mein Sohn Abraham, erhoben hat,
um dir das Leben zu nehmen.
18. Siehe, ich will dich mit meiner Hand führen, und ich will dich nehmen
und dir meinen Namen auferlegen, ja, das Priestertum deines Vaters, und
meine Kraft wird über dir sein.
19. Wie es mit Noach war, so wird es mit dir sein; aber durch dein geistliches
Wirken soll mein Name auf Erden bekannt sein immerdar, denn ich bin dein
Gott.
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20. Siehe, der Hügel Potifar war im Land Ur in Kaldäa. Und der Herr
zerbrach den Altar von Elkena und den der Götter des Landes und zerstörte
sie gänzlich und schlug den Priester, so daß er starb; und es war große
Trauer in Kaldäa und auch am Hof des Pharao; und Pharao bedeutet König
aus königlichem Geblüt.
21. Dieser König von Ägypten aber war ein Abkömmling aus den Lenden
Hams und hatte durch seine Geburt Kanaanitisches Blut in den Adern.
22. Von dieser Abkunft stammen alle Ägypter, und so wurde das kanaanitische
Blut im Land bewahrt.
23. Das Land Ägypten wurde erstmals von einer Frau entdeckt; sie war
die Tochter Hams und Tochter der Egyptus, was auf kaldäisch Ägypten
bedeutet und das bezeichnet, was verboten ist.
24. Als diese Frau das Land entdeckte, war es unter Wasser; und nachher
siedelte sie ihre Söhne darin an; und so stammt die Rasse, die den Fluch
in dem Land bewahrte, von Ham.
25. Die erste Regierung in Ägypten wurde aber von Pharao, dem ältesten
Sohn der Egyptus, der Tochter Hams, eingerichtet, und zwar nach der
Art der Regierung Hams, die patriarchalisch war.
26. Pharao, der ein rechtschaffener Mann war, begründete sein Königreich
und richtete sein Volk weise und gerecht, alle seine Tage, und er trachtete
ernsthaft danach, die Ordnung nachzuahmen, die von den Vätern in den
ersten Generationen aufgestellt worden war, in den Tagen der ersten
patriarchalischen Regierung, ja, in der Regierung Adams und auch Noachs,
der sein Vater war und ihn mit den Segnungen der Erde gesegnet hatte,
dazu auch mit den Segnungen der Weisheit, der ihn aber, was das Priestertum
betrifft, verflucht hatte.
27. Pharao aber entstammte der Linie, durch die er das Recht des Priestertums
nicht haben konnte; trotzdem erhoben die Pharaonen gern darauf Anspruch,
und zwar von Noach her, durch Ham, und darum wurde mein Vater durch
ihren Götzendienst auf Abwege geführt;
28. aber ich werde später noch darangehen, die Zeittafel von mir bis
zurück an den Anfang der Schöpfung darzustellen, denn die Aufzeichnungen
sind in meine Hände gelangt, und ich besitze sie bis zu diesem Tag.
29. Nun, nachdem der Priester von Elkena geschlagen war, so daß er starb,
ging das, was mir in bezug auf das Land Kaldäa gesagt worden war, in
Erfüllung, daß es nämlich eine Hungersnot in dem Land geben werde.
30. Es herrschte also im ganzen Land Kaldäa eine Hungersnot, und mein
Vater war durch die Hungersnot schwer geplagt, und er kehrte von dem
Bösen um, das er gegen mich beschlossen hatte, nämlich mir das Leben
zu nehmen.
31. Aber der Herr Gott hatte die Aufzeichnungen der Väter, ja, der Patriarchen
über das Anrecht auf das Priestertum in meinen eigenen Händen bewahrt;
darum habe ich die Kenntnis vom Anfang der Schöpfung und auch von den
Planeten und Sternen, wie sie den Vätern kundgetan wurde, bis zu diesen
Tag bewahrt, und ich werde darangehen, einiges davon zum Nutzen meiner
Nachkommenschaft, die nach mir kommen wird, in diesen Bericht aufzunehmen.
1. Der Herr Gott aber ließ die Hungersnot im Land Ur so schwer
werden, daß mein Bruder Haran starb; aber Terach, mein Vater,
lebte noch im kaldäischen Land Ur.
2. Und es begab sich: Ich, Abraham, nahm Sarai zur Frau, und mein Bruder
Nahor nahm Milka zur Frau; das waren die Töchter Harans.
3. Der Herr aber hatte zu mir gesprochen: Abraham, geh fort aus deinem
Land, aus deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Haus in ein Land,
das ich dir zeigen werde.
4. Darum verließ ich das kaldäische Land Ur, um ins Land
Kanaan zu reisen; und ich nahm meines Bruders Sohn Lot und seine Frau
und meine Frau Sarai mit; und auch mein Vater folgte mir in das Land,
das wir Haran nannten.
5. Und die Hungersnot ließ nach; und mein Vater blieb in Haran
und wohnte dort, da es in Haran viel Herden gab. Und mein Vater wandte
sich wieder seinem Götzendienst zu, darum verblieb er in Haran.
6. Aber ich, Abraham, und meines Bruders Sohn Lot beteten zum Herrn,
und der Herr erschien mir und sprach zu mir: Steh auf und nimm Lot mit
dir; denn ich habe vor, dich aus dem Land Haran zu nehmen und aus dir
einen geistlichen Diener zu machen, der meinen Namen in einem fremden
Land trägt, das ich deinen Nachkommen nach dir als immerwährenden
Besitz geben will, wenn sie auf meine Stimme hören.
7. Denn ich bin der Herr, dein Gott; ich wohne im Himmel; die Erde ist
mein Fußschemel; ich strecke meine Hand aus über das Meer,
und es gehorcht meiner Stimme; den Wind und das Feuer mache ich zu meinem
Wagen; ich spreche zu den Bergen: Weicht von hier!, und siehe, sie werden
von einem Wirbelsturm hinweggenommen, im Nu, plötzlich.
8. Mein Name ist Jehova, und ich weiß das Ende von Anfang an;
darum wird meine Hand über dir sein.
9. Und ich will aus dir eine große Nation machen, und ich werde
dich über die Maßen segnen und deinen Namen unter allen Nationen
groß machen; und du wirst deinen Nachkommen nach dir ein Segen
sein, indem sie nämlich diesen geistlichen Dienst und dieses Priestertum
in ihren Händen zu allen Nationen tragen;
Entsprechend
Abraham Kapitel 1:1-31; 2:1-9