DAS BUCH ABRAHAM
"Übersetzt" von Joseph Smith


(Dies ist der Text des Buches Abraham, wie ihn Joseph Smith übersetzt haben will. Das Buch Abraham ist Bestandteil der Köstlichen Perle, welche zum Kanon Heiliger Schrift der Mormonen gehört)

GESCHRIEBEN AUF PAPYRUS UND ÜBERTRAGEN VON JOSEPH SMITH

Eine Übertragung von alten Aufzeichnungen, die aus ägyptischen Grabstätten stammen und in unsere Hände gelangt sind - Die Schriften Abrahams aus der Zeit, da er in Ägypten war, das Buch Abraham genannt, von ihm mit eigener Hand auf Papyrus geschrieben. Siehe History of the Church Band II, S.235, 236, 348-351.

1. Kapitel
Abraham trachtet nach den Segnungen der patriarchalischen Ordnung - Er wird von falschen Priestern in Kaldäa verfolgt - Jehova errettet ihn - Ursprung und Regierung Ägyptens.

2. Kapitel
Abraham verläßt Ur und geht nach Kanaan - Jehova erscheint ihm in Haran - Alle Segnungen des Evangeliums werden seinen Nachkommen und durch seine Nachkommen allen versprochen - Er geht nach Kanaan und weiter nach Ägypten.

3. Kapitel
Abraham lernt über Sonne, Mond und Sterne durch den Urim und Tummim - Der Herr offenbart ihm die ewige Natur der Geister - Er erfährt vom vorirdischen Leben, derVorordinierung, der Schöpfung, der Wahl eines Erlösers und dem zweiten Stand des Menschen.

4. Kapitel
Die Götter planen die Schöpfung der Erde und aller ihrer Lebensformen - Ihre Pläne für die sechs Tage der Schöpfung werden dargelegt.

5. Kapitel
Die Götter beenden die Planung der Schöpfung aller Dinge - Sie führen die Schöpfung nach ihren Plänen aus - Adam gibt jeder lebenden Kreatur einen Namen.

Faksimile Nr. 1

Faksimile Nr. 2

Faksimile Nr. 3

 

1. Kapitel

1. Im Land der Kaldäer, am Wohnsitz meines Vaters, sah ich, Abraham, ein, daß es für mich nötig war, einen anderen Wohnsitz zu erlangen;
2. und ich wurde gewahr, daß mir mehr Glück und Frieden und Ruhe beschieden sein würde, und so trachtete ich nach den Segnungen der Väter und dem Recht, wozu ich ordiniert sein mußte, um sie anderen zu spenden; ich selbst hatte mich an Rechtschaffenheit gehalten und mir gewünscht, jemand zu sein, der viel Erkenntnis besäße und sich noch fester an die Rechtschaffenheit hielte und noch mehr Erkenntnis erlangte und der Vater vieler Nationen wäre, ein Fürst des Friedens; ich hatte den Wunsch, Belehrung zu empfangen und die Gebote Gottes zu halten, und so wurde ich ein rechtmäßiger Erbe, ein Hoher Priester, der das Recht innehatte, das den Vätern zugehörte.
3. Es wurde mir von den Vätern übertragen; es kam von den Vätern her, vom Anfang der Zeit her, ja, nämlich vom Anfang, also noch vor den Grundlegungen der Erde, bis in die heutige Zeit, nämlich das Recht des Erstgeborenen, das auf dem ersten Menschen war, auf Adam, unserem ersten Vater, und durch die Väter bis zu mir.
4. Ich trachtete danach, zum Priestertum bestimmt zu werden, wie Gott es den Vätern in bezug auf die Nachkommen bestimmt hatte.
5. Meine Väter hatten sich von ihrer Rechtschaffenheit und von den heiligen Geboten, die der Herr, ihr Gott, ihnen gegeben hatte, abgewandt, so daß sie die Götter der Heiden verehrten; und sie weigerten sich entschieden, auf meine Stimme zu hören;
6. denn ihr Herz war darauf gerichtet, Böses zu tun, und sie hatten sich gänzlich dem Gott von Elkena und dem Gott von Libna und dem Gott von Mamakra und dem Gott von Korasch und dem Gott des Pharao, des Königs von Ägypten, zugewandt;
7. darum wandten sie das Herz dem heidnischen Opferbrauch zu, indem sie ihre Kinder den stummen Götzen opferten und nicht auf meine Stimme hörten, sondern darauf aus waren, mir durch den Priester von Elkena das Leben nehmen zu lassen. Der Priester von Elkena war auch der Priester des Pharao.
8. Zur damaligen Zeit aber war es der Brauch, daß der Priester des Pharao, des Königs von Ägypten, auf dem Altar, der im Land Kaldäa errichtet war, diesen fremden Göttern Männer, Frauen und Kinder zum Opfer brachte.
9. Und es begab sich: Der Priester opferte dem Gott des Pharao und auch dem Gott von Schagriel, nämlich nach der Weise der Ägypter. Der Gott von Schagriel aber war die Sonne.
10. Der Priester des Pharao brachte auf dem Altar, der bei dem Hügel stand, der der Hügel Potifar genannt wurde, am oberen Ende der Ebene von Olischem sogar ein Kind als Dankopfer dar.
11. Dieser Priester aber hatte auf diesem Altar drei Jungfrauen auf einmal geopfert, und das waren die Töchter des Onita, eines königlichen Abkömmlings direkt aus den Lenden Hams. Diese Jungfrauen wurden wegen ihrer Tugend geopfert; sie wollten sich nicht dazu hergeben, Götter aus Holz oder Stein zu verehren, und darum wurden sie auf diesem Altar umgebracht, und es geschah nach der Weise der Ägypter.
12. Und es begab sich: Die Priester taten mir Gewalt an, um auch mich zu töten, wie sie es mit jenen Jungfrauen auf dem Altar getan hatten; und damit man Kenntnis habe von diesem Altar, will ich auf die Darstellung zu Beginn dieses Berichts verweisen.
13. Er war in Gestalt einer Bettstatt gemacht, wie sie bei den Kaldäern benutzt wurde, und er stand vor den Göttern von Elkena, Libna, Mamakra, Korasch und auch einem Gott gleich dem des Pharao, des Königs von Ägypten.
14. Damit man eine Vorstellung von diesen Göttern hat, habe ich in der Abbildung am Anfang ihr Aussehen angegeben, und diese Art von Abbildungen wird von den Kaldäern "ralinos" genannt, was Hieroglyphen bedeutet.
15. Und als sie nun die Hände gegen mich erhoben, um mich zu opfern und mir das Leben zu nehmen, siehe, da erhob ich die Stimme zum Herrn, zu meinem Gott, und der Herr vernahm es und erhörte mich, und er erfüllte mich mit der Vision des Allmächtigen, und der Engel seiner Gegenwart stand mir bei und löste mir sogleich die Bande;
16. und seine Stimme erging an mich: Abraham, Abraham, siehe, mein Name ist Jehova, und ich habe dich erhört und bin herniedergekommen, um dich zu befreien und dich aus deines Vaters Haus und von deiner ganzen Verwandtschaft wegzuführen in ein fremdes Land, von dem du nicht weißt -
17. und dies, weil sie das Herz von mir abgewandt haben, um den Gott von Elkena und den Gott von Libna und den Gott von Mamakra und den Gott von Korasch und den Gott des Pharao, des Königs von Ägypten, zu verehren; darum bin ich herniedergekommen, um sie heimzusuchen und denjenigen zu vernichten, der seine Hand gegen dich, mein Sohn Abraham, erhoben hat, um dir das Leben zu nehmen.
18. Siehe, ich will dich mit meiner Hand führen, und ich will dich nehmen und dir meinen Namen auferlegen, ja, das Priestertum deines Vaters, und meine Kraft wird über dir sein.
19. Wie es mit Noach war, so wird es mit dir sein; aber durch dein geistliches Wirken soll mein Name auf Erden bekannt sein immerdar, denn ich bin dein Gott.
20. Siehe, der Hügel Potifar war im Land Ur in Kaldäa. Und der Herr zerbrach den Altar von Elkena und den der Götter des Landes und zerstörte sie gänzlich und schlug den Priester, so daß er starb; und es war große Trauer in Kaldäa und auch am Hof des Pharao; und Pharao bedeutet König aus königlichem Geblüt.
21. Dieser König von Ägypten aber war ein Abkömmling aus den Lenden Hams und hatte durch seine Geburt Kanaanitisches Blut in den Adern.
22. Von dieser Abkunft stammen alle Ägypter, und so wurde das kanaanitische Blut im Land bewahrt.
23. Das Land Ägypten wurde erstmals von einer Frau entdeckt; sie war die Tochter Hams und Tochter der Egyptus, was auf kaldäisch Ägypten bedeutet und das bezeichnet, was verboten ist.
24. Als diese Frau das Land entdeckte, war es unter Wasser; und nachher siedelte sie ihre Söhne darin an; und so stammt die Rasse, die den Fluch in dem Land bewahrte, von Ham.
25. Die erste Regierung in Ägypten wurde aber von Pharao, dem ältesten Sohn der Egyptus, der Tochter Hams, eingerichtet, und zwar nach der Art der Regierung Hams, die patriarchalisch war.
26. Pharao, der ein rechtschaffener Mann war, begründete sein Königreich und richtete sein Volk weise und gerecht, alle seine Tage, und er trachtete ernsthaft danach, die Ordnung nachzuahmen, die von den Vätern in den ersten Generationen aufgestellt worden war, in den Tagen der ersten patriarchalischen Regierung, ja, in der Regierung Adams und auch Noachs, der sein Vater war und ihn mit den Segnungen der Erde gesegnet hatte, dazu auch mit den Segnungen der Weisheit, der ihn aber, was das Priestertum betrifft, verflucht hatte.
27. Pharao aber entstammte der Linie, durch die er das Recht des Priestertums nicht haben konnte; trotzdem erhoben die Pharaonen gern darauf Anspruch, und zwar von Noach her, durch Ham, und darum wurde mein Vater durch ihren Götzendienst auf Abwege geführt;
28. aber ich werde später noch darangehen, die Zeittafel von mir bis zurück an den Anfang der Schöpfung darzustellen, denn die Aufzeichnungen sind in meine Hände gelangt, und ich besitze sie bis zu diesem Tag.
29. Nun, nachdem der Priester von Elkena geschlagen war, so daß er starb, ging das, was mir in bezug auf das Land Kaldäa gesagt worden war, in Erfüllung, daß es nämlich eine Hungersnot in dem Land geben werde.
30. Es herrschte also im ganzen Land Kaldäa eine Hungersnot, und mein Vater war durch die Hungersnot schwer geplagt, und er kehrte von dem Bösen um, das er gegen mich beschlossen hatte, nämlich mir das Leben zu nehmen.
31. Aber der Herr Gott hatte die Aufzeichnungen der Väter, ja, der Patriarchen über das Anrecht auf das Priestertum in meinen eigenen Händen bewahrt; darum habe ich die Kenntnis vom Anfang der Schöpfung und auch von den Planeten und Sternen, wie sie den Vätern kundgetan wurde, bis zu diesen Tag bewahrt, und ich werde darangehen, einiges davon zum Nutzen meiner Nachkommenschaft, die nach mir kommen wird, in diesen Bericht aufzunehmen.

 

2. Kapitel

1. Der Herr Gott aber ließ die Hungersnot im Land Ur so schwer werden, daß mein Bruder Haran starb; aber Terach, mein Vater, lebte noch im kaldäischen Land Ur.
2. Und es begab sich: Ich, Abraham, nahm Sarai zur Frau, und mein Bruder Nahor nahm Milka zur Frau; das waren die Töchter Harans.
3. Der Herr aber hatte zu mir gesprochen: Abraham, geh fort aus deinem Land, aus deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Haus in ein Land, das ich dir zeigen werde.
4. Darum verließ ich das kaldäische Land Ur, um ins Land Kanaan zu reisen; und ich nahm meines Bruders Sohn Lot und seine Frau und meine Frau Sarai mit; und auch mein Vater folgte mir in das Land, das wir Haran nannten.
5. Und die Hungersnot ließ nach; und mein Vater blieb in Haran und wohnte dort, da es in Haran viel Herden gab. Und mein Vater wandte sich wieder seinem Götzendienst zu, darum verblieb er in Haran.
6. Aber ich, Abraham, und meines Bruders Sohn Lot beteten zum Herrn, und der Herr erschien mir und sprach zu mir: Steh auf und nimm Lot mit dir; denn ich habe vor, dich aus dem Land Haran zu nehmen und aus dir einen geistlichen Diener zu machen, der meinen Namen in einem fremden Land trägt, das ich deinen Nachkommen nach dir als immerwährenden Besitz geben will, wenn sie auf meine Stimme hören.
7. Denn ich bin der Herr, dein Gott; ich wohne im Himmel; die Erde ist mein Fußschemel; ich strecke meine Hand aus über das Meer, und es gehorcht meiner Stimme; den Wind und das Feuer mache ich zu meinem Wagen; ich spreche zu den Bergen: Weicht von hier!, und siehe, sie werden von einem Wirbelsturm hinweggenommen, im Nu, plötzlich.
8. Mein Name ist Jehova, und ich weiß das Ende von Anfang an; darum wird meine Hand über dir sein.
9. Und ich will aus dir eine große Nation machen, und ich werde dich über die Maßen segnen und deinen Namen unter allen Nationen groß machen; und du wirst deinen Nachkommen nach dir ein Segen sein, indem sie nämlich diesen geistlichen Dienst und dieses Priestertum in ihren Händen zu allen Nationen tragen;
10. und ich will sie durch deinen Namen segnen; denn alle, die dieses Evangelium empfangen, sollen nach deinem Namen genannt und deinen Nachkommen zugezählt werden, und sie werden aufstehen und dich als ihren Vater preisen.
11. Und ich werde segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen. Und in dir (das heißt in deinem Priestertum) und deinen Nachkommen (das heißt deinem Priestertum) - denn ich gebe dir die Verheißung, daß dieses Recht in dir und deinen Nachkommen nach dir verbleiben wird (und zwar in den buchstäblichen Nachkommen, nämlich deinen leiblichen Nachkommen) - werden alle Familien der Erde gesegnet sein, ja, mit den Segnungen des Evangeliums, und das sind die Segnungen der Errettung, ja, des ewigen Lebens.
12. Nachdem aber der Herr sich zurückgezogen hatte und nicht mehr zu mir sprach und mir sein Angesicht entzog, sprach ich in meinem Herzen: Dein Knecht hat dich ernstlich gesucht; nun habe ich dich gefunden.
13. Du hast deinen Engel gesandt, um mich von den Göttern von Elkena zu befreien, und ich werde wohl daran tun, auf deine Stimme zu hören; darum laß deinen Knecht sich erheben und in Frieden ziehen.
14. So zog ich, Abraham, von dannen, wie der Herr es mir gesagt hatte, und Lot mit mir; und ich, Abraham, war zweiundsechzig Jahre alt, als ich aus Haran wegzog.
15. Und ich nahm Sarai, die ich mir zur Frau genommen hatte, als ich in Ur in Kaldäa war, und meines Bruders Sohn Lot sowie alle unsere Habe mit, die wir gesammelt hatten, ebenso die Seelen, die wir in Haran um uns geschart hatten, und wir machten uns auf den Weg nach dem Land Kanaan und wohnten unterwegs in Zelten;
16. darum war die Ewigkeit unsere Zudecke und unser Fels und unsere Errettung, als wir von Haran über Jerschon in das Land Kanaan kamen.
17. Ich aber, Abraham, baute im Land Jerschon einen Altar und brachte dem Herrn ein Opfer dar und betete, die Hungersnot möge von meines Vaters Haus abgewendet werden, damit sie nicht zugrunde gingen.
18. Und dann zogen wir von Jerschon durch das Land nach dem Ort Sichem; er lag in der Ebene von More, und wir waren schon in das Grenzgebiet des Landes der Kanaaniten gekommen. Und ich brachte dort in der Ebene von More ein Opfer dar und rief den Herrn demütig an, denn wir waren schon in das Land dieser götzendienerischen Nation gekommen.
19. Und als Antwort auf mein Beten erschien mir der Herr und sprach zu mir: Deinen Nachkommen will ich dieses Land geben.
20. Und ich, Abraham, erhob mich von dem Altar, den ich dem Herrn gebaut hatte, und begab mich von dort an einen Berg östlich von Bet-El; dort baute ich mein Zelt auf, Bet-El im Westen und Ai im Osten; und dort baute ich dem Herrn noch einen Altar und rief wiederum den Namen des Herrn an.
21. Und ich, Abraham, reiste weiter, immer noch gegen Süden; und die Hungersnot im Land dauerte an; und ich, Abraham, beschloß, nach Ägypten hinabzuziehen und dort zu verweilen, denn die Hungersnot wurde sehr drückend.
22. Und es begab sich: Als ich nahe daran war, Ägypten zu betreten, sprach der Herr zu mir: Siehe, deine Frau Sarai ist sehr schön anzusehen;
23. darum wird es sich begeben: Wenn die Ägypter sie sehen, werden sie sagen, es ist seine Frau, und sie werden dich töten, sie aber werden sie leben lassen; darum sieh zu, daß ihr es auf diese Weise macht:
24. Laß sie zu den Ägyptern sagen, sie sei deine Schwester; dann wirst du am Leben bleiben.
25. Und es begab sich: Ich, Abraham, erzählte meiner Frau Sarai alles, was der Herr zu mir gesprochen hatte: Darum bitte ich dich, sage doch zu ihnen, du seist meine Schwester, auf daß es mir um deinetwillen wohl ergehe und meine Seele deinetwegen am Leben bleibe.

 

3. Kapitel

1. Und ich, Abraham, hatte den Urim und Tummim, den der Herr, mein Gott, mir im kaldäischen Ur gegeben hatte.
2. Und ich sah, daß die Sterne sehr groß waren und daß einer von ihnen dem Thron Gottes am nächsten war; und es gab viele große nahebei.
3. Und der Herr sprach zu mir: Diese sind es, die regieren, und der Name des großen ist Kolob, weil er mir nahe ist, denn ich bin der Herr, dein Gott; ich habe diesen dazu bestimmt, daß er alle anderen regiere, die derselben Ordnung angehören wie der, auf dem du stehst.
4. Und der Herr sagte mir, und zwar durch den Urim und Tummim, daß der Kolob gemäß seinen Zeiten und Jahreszeiten in seinen Umdrehungen der Weise des Herrn entspreche; eine Umdrehung sei für den Herrn nach seiner Zeitrechnung ein Tag, und das seien eintausend Jahre gemäß der Zeit, die demjenigen bestimmt ist, auf dem du stehst. Das ist die Zeitrechnung des Herrn, nämlich gemäß der Zeitrechnung des Kolob.
5. Und der Herr sprach zu mir: Der Planet, der das geringere Licht ist, geringer als das, das den Tag beherrscht, der aber die Nacht beherrscht, steht hinsichtlich der Zeitrechnung über dem, auf dem du dich befindest, ist also größer als dieser; denn er bewegt sich in einer langsameren Ordnung. Das entspricht der Ordnung, weil er über der Erde steht, auf der du dich befindest, und darum hat seine Zeitrechnung nicht so viele Tage und Monate und Jahre.
6. Und der Herr sprach zu mir: Nun, Abraham, diese zwei Tatsachen bestehen - siehe, deine Augen sehen das: Es ist dir gegeben, die Zeitrechnungen und die gesetzte Zeit zu kennen, ja, die festgesetzte Zeit der Erde, auf der du stehst, und die festgesetzte Zeit des größeren Lichts, das gesetzt ist, den Tag zu beherrschen, und die festgesetzte Zeit des geringeren Lichts, das gesetzt ist, die Nacht zu beherrschen.
7. Aber die festgesetzte Zeit des geringeren Lichts ist gemäß seiner Zeitrechnung länger als die Zeitrechnung der Erde, auf der du stehst.
8. Und wo diese zwei Tatsachen bestehen, da gibt es noch eine weitere Tatsache darüber hinaus, das heißt, da gibt es noch einen weiteren Planeten, dessen Zeitrechnung noch länger ist;
9. und so gibt es die Zeitrechnung des einen Planeten über die des anderen hinaus, bis du nahe zum Kolob kommst, und dieser folgt der Zeitrechnung des Herrn; der Kolob ist nahe an den Thron Gottes gestellt, so daß er alle die Planeten regieren kann, die derselben Ordnung angehören wie der, auf dem du stehst.
10. Und es ist dir gegeben, die bestimmte Zeit aller Sterne zu kennen, die bestimmt sind, Licht zu geben, bis du nahe an den Thron Gottes kommst.
11. Und so redete ich, Abraham, mit dem Herrn von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mensch mit dem anderen redet; und er erzählte mir von den Werken, die seine Hände geschaffen hatten,
12. und er sprach zu mir: Mein Sohn, mein Sohn (und seine Hand war ausgestreckt), siehe, ich werde sie dir alle zeigen. Und er legte mir die Hand auf die Augen, und ich schaute das, was seine Hände geschaffen hatten, und dessen war viel; und es vervielfachte sich vor meinen Augen, und ich konnte das Ende davon nicht sehen.
13. Und er sprach zu mir: Dies ist Schineha, die Sonne. Und er sprach zu mir: Kokab, das ist Stern. Und er sprach zu mir: Olea, das ist der Mond. Und er sprach zu mir: Kokabim, was Sterne bedeutet oder alle großen Lichter, die am festen Gewölbe des Himmels sind.
14. Und des Nachts sprach der Herr diese Worte zu mir: Ich will dich mehren, dich und deine Nachkommen nach dir, gleich wie diese; und wenn du die Sandkörner zählen könntest - so soll die Zahl deiner Nachkommen sein.
15. Und der Herr sprach zu mir: Abraham, ich zeige dir dies, ehe du nach Ägypten gehst, damit du alle diese Worte verkünden mögest.
16. Wenn es zwei Dinge gibt, und das eine davon steht über dem anderen, so gibt es noch Größeres darüber; darum ist der Kolob der größte aller Kokabim, die du gesehen hast, denn er ist mir am nächsten.
17. Nun, wenn es zwei Dinge gibt, das eine über dem anderen, und der Mond über der Erde ist, so mag es sein, daß es auch über ihm einen Planeten oder Stern gibt; und es gibt nichts, was der Herr, dein Gott, sich im Herzen zu tun vornimmt, was er dann nicht auch tut.
18. Wie er also den größeren Stern geschaffen hat, so ist es auch da: Wenn es zwei Geister gibt, und der eine ist intelligenter als der andere, so haben sie doch, ungeachtet dessen, daß der eine intelligenter ist als der andere, keinen Anfang; sie haben zuvor existiert, und sie werden kein Ende haben, sie werden hernach noch existieren, denn sie sind n-olam oder ewig.
19. Und der Herr sprach zu mir: Diese zwei Tatsachen bestehen - wenn es zwei Geister gibt, und der eine ist intelligenter als der andere, so gibt es noch einen weiteren, der intelligenter ist als sie. Ich bin der Herr, dein Gott; ich bin intelligenter als sie alle.
20. Der Herr, dein Gott, hat seinen Engel gesandt, dich aus den Händen des Priesters von Elkena zu befreien.
21. Ich wohne inmitten von ihnen allen; darum bin ich nun zu dir herniedergekommen, um dir die Werke mitzuteilen, die meine Hände geschaffen haben, worin meine Weisheit sie alle übertrifft, denn ich herrsche oben im Himmel und unten auf der Erde mit aller Weisheit und Umsicht über alle Intelligenzen, die deine Augen gesehen haben, von Anfang an. Ich bin am Anfang mitten unter alle die Intelligenzen herniedergekommen, die du gesehen hast.
22. Der Herr aber hatte mir, Abraham, die Intelligenzen gezeigt, die geformt wurden, ehe die Welt war; und unter allen diesen waren viele von den Edlen und Großen;
23. und Gott sah, daß diese Seelen gut waren, und er stand mitten unter ihnen, und er sprach: Diese werde ich zu meinen Herrschern machen; denn er stand unter denen, die Geister waren, und er sah, daß sie gut waren; und er sprach zu mir: Abraham, du bist einer von ihnen; du wurdest erwählt, ehe du geboren wurdest.
24. Und da stand einer unter ihnen, der war Gott gleich, und er sprach zu denen, die bei ihm waren: Wir wollen hinabgehen, denn dort gibt es Raum, und wir wollen von diesen Stoffen nehmen, und wir wollen eine Erde schaffen, worauf diese wohnen können;
25. und wir wollen sie hierdurch prüfen und sehen, ob sie alles tun werden, was auch immer der Herr, ihr Gott, ihnen gebietet;
26. und diejenigen, die sich ihren ersten Stand bewahren, werden hinzugefügt bekommen; wer sich aber seinen ersten Stand nicht bewahrt, wird keine Herrlichkeit im selben Reich mit denen haben, die sich ihren ersten Stand bewahren. Und diejenigen, die sich ihren zweiten Stand bewahren, werden Herrlichkeit auf ihr Haupt hinzugefügt bekommen für immer und immer.
27. Und der Herr sprach: Wen soll ich senden? Und einer antwortete - dem Sohn des Menschen gleich: Hier bin ich, sende mich! Und ein anderer antwortete und sprach: Hier bin ich, sende mich! Und der Herr sprach: Ich werde den ersten senden.
28. Und der zweite wurde zornig und bewahrte sich seinen ersten Stand nicht, und an dem Tag folgten ihm viele nach.

 

4. Kapitel

1. Und dann sprach der Herr: Laßt uns hinabgehen. Und sie gingen am Anfang hinab, und sie, das heißt die Götter, formten und gestalteten die Himmel und die Erde.
2. Und nachdem die Erde gestaltet war, da war sie leer und wüst, denn sie hatten noch nichts gestaltet als nur die Erde; und Finsternis herrschte über der Tiefe, und der Geist der Götter schwebte über den Wassern.
3. Und sie (die Götter) sprachen: Laßt Licht sein! Und es ward Licht.
4. Und sie (die Götter) erfaßten das Licht, denn es war hell; und sie schieden das Licht von der Finsternis oder ließen es sich von der Finsternis scheiden.
5. Und die Götter nannten das Licht Tag, und die Finsternis nannten sie Nacht. Und es begab sich: Vom Abend bis zum Morgen nannten sie Nacht, und vom Morgen bis zum Abend nannten sie Tag; und dies war das erste, nämlich der Anfang dessen, was sie Tag und Nacht nannten.
6. Und die Götter sprachen auch: Laßt da weiten Raum sein inmitten der Wasser, und er soll die Wasser von den Wassern scheiden.
7. Und die Götter befahlen dem weiten Raum, so daß er die Wasser, die unter dem weiten Raum waren, von den Wassern, die über dem weiten Raum waren, schied; und es war so, ja, wie sie es befahlen.
8. Und die Götter nannten den weiten Raum Himmel. Und es begab sich: Vom Abend bis zum Morgen nannten sie Nacht; und es begab sich: Vom Morgen bis zum Abend nannten sie Tag; und dies war die zweite Zeit, die sie Nacht und Tag nannten.
9. Und die Götter befahlen, nämlich: Laßt die Wasser unter dem Himmel sich sammeln an einen Ort, und laßt die Erde trocken emporsteigen; und es war so, wie sie es befahlen.
10. Und die Götter bezeichneten das trockene Land als Erde, und die Sammlung der Wasser bezeichneten sie als Große Wasser; und die Götter sahen, daß ihnen gehorcht wurde.
11. Und die Götter sprachen: Laßt uns die Erde bereitmachen, daß sie Gras hervorbringe, Kraut, das sich besamt, den Fruchtbaum, der Frucht bringt nach seiner Art, dessen Same in sich seinesgleichen hervorbringt auf der Erde; und es war so, wie sie es befahlen.
12. Und die Götter formten die Erde, so daß sie Gras aus dessen eigenem Samen hervorbrächte und Kraut, das aus seinem eigenen Samen Kraut hervorbrächte, das Samen bringt nach seiner eigenen Art, und daß die Erde den Baum hervorbrächte aus seinem eigenen Samen, der Frucht bringt, dessen Same in sich nur seinesgleichen hervorbringen kann, nach seiner Art; und die Götter sahen, daß ihnen gehorcht wurde.
13. Und es begab sich: Sie zählten die Tage; vom Abend bis zum Morgen nannten sie Nacht; und es begab sich: Vom Morgen bis zum Abend nannten sie Tag; und es war die dritte Zeit.
14. Und die Götter formten die Lichter im weiten Raum des Himmels und ließen sie den Tag von der Nacht scheiden; und sie formten sie, daß sie für Zeichen dienten und für Zeiten und für Tage und für Jahre;
15. und sie formten sie so, daß Lichter seien im weiten Raum des Himmels und der Erde Licht gäben; und es war so.
16. Und die Götter formten die zwei großen Lichter, das größere Licht, daß es den Tag beherrsche, und das kleinere Licht, daß es die Nacht beherrsche; mit dem kleineren Licht setzten sie auch die Sterne;
17. und die Götter setzten sie in den weiten Raum des Himmels, um der Erde Licht zu geben und den Tag und die Nacht zu beherrschen und das Licht von der Finsternis scheiden zu lassen.
18. Und die Götter hatten acht auf die Dinge, denen sie befohlen hatten, bis sie gehorchten.
19. Und es begab sich: Vom Abend bis zum Morgen war es Nacht; und es begab sich: Vom Morgen bis zum Abend war es Tag; und es war die vierte Zeit.
20. Und die Götter sprachen: Laßt uns die Wasser bereitmachen, daß sie wimmeln von sich regenden Geschöpfen, die Leben haben, und die Vögel, daß sie fliegen im offenen weiten Raum des Himmels über der Erde.
21. Und die Götter machten die Wasser bereit, große Wale und jedes lebendige Geschöpf, das sich regt, wovon das Wasser wimmeln sollte, hervorzubringen nach seiner Art, und jeden geflügelten Vogel nach seiner Art. Und die Götter sahen, daß ihnen gehorcht wurde und daß ihr Plan gut war.
22. Und die Götter sprachen: Wir wollen sie segnen und sie fruchtbar sein und sich mehren und die Wasser in den Meeren oder großen Wassern füllen lassen; und wir wollen die Vögel sich mehren lassen auf Erden.
23. Und es begab sich: Vom Abend bis zum Morgen nannten sie Nacht, und es begab sich: Vom Morgen bis zum Abend nannten sie Tag; und es war die fünfte Zeit.
24. Und die Götter machten die Erde bereit, daß sie das lebendige Geschöpf hervorbrächte nach seiner Art, Vieh und Kriechendes und die Wildtiere der Erde nach ihrer Art; und es war so, wie sie gesprochen hatten.
25. Und die Götter formten die Erde, daß sie die Wildtiere hervorbringe nach ihrer Art und Vieh nach seiner Art und alles, was auf der Erde kriecht, nach seiner Art; und die Götter sahen, daß sie gehorchen würden.
26. Und die Götter beratschlagten miteinander und sprachen: Laßt uns hinabgehen und den Menschen gestalten als unser Abbild, uns selbst ähnlich; und wir wollen ihnen Herrschaft geben über die Vögel der Luft und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Kriechende, das auf der Erde kriecht.
27. So gingen die Götter hinab, um den Menschen als ihr Abbild zu formen, ihn zu gestalten als das Abbild der Götter, sie zu gestalten als Mann und Frau.
28. Und die Götter sprachen: Wir wollen sie segnen. Und die Götter sprachen: Wir wollen bewirken, daß sie fruchtbar seien und sich mehren, daß sie die Erde füllen und sie sich untertan machen, daß sie über die Fische des Meeres herrschen und über die Vögel der Luft und über alles Lebendige, das sich auf der Erde regt.
29. Und die Götter sprachen: Siehe, wir wollen ihnen jegliches samentragende Kraut geben, das auf der ganzen Erde wachsen wird, und jeglichen Baum, an dem Frucht ist; ja, die Frucht des Baumes, die Samen bringt, wollen wir ihnen geben; zur Nahrung soll sie ihnen dienen.
30. Und jedem Wildtier der Erde und jedem Vogel der Luft und allem, was auf der Erde kriecht - siehe, wir wollen ihnen Leben geben, und wir wollen ihnen auch alles grüne Kraut zur Nahrung geben, und alles dieses soll so geformt werden.
31. Und die Götter sprachen: Wir wollen alles tun, was wir gesprochen haben, und sie formen; und siehe, sie sollen sehr gehorsam sein. Und es begab sich: Vom Abend bis zum Morgen nannten sie Nacht; und es begab sich: Vom Morgen bis zum Abend nannten sie Tag; und sie zählten die sechste Zeit.

 

5. Kapitel

1. Und so wollen wir vollenden die Himmel und die Erde mit ihrer ganzen Schar.
2. Und die Götter sprachen bei sich: Zur siebenten Zeit wollen wir unser Werk beendet haben, wie wir es beratschlagt haben; und zur siebenten Zeit wollen wir ruhen von all unserem Werk, das wir beratschlagt haben.
3. Und die Götter machten zur siebenten Zeit Schluß, denn zur siebenten Zeit wollten sie von all ihren Werken ruhen, die zu gestalten sie (die Götter) beratschlagt hatten, und sie heiligten die Zeit. Und so waren ihre Beschlüsse zu der Zeit, da sie miteinander beratschlagten, die Himmel und die Erde zu gestalten.
4. Und die Götter kamen herab und gestalteten diese Generation der Himmel und der Erde, als sie gestaltet wurden an dem Tag, da die Götter die Erde und die Himmel gestalteten
5. gemäß all dem, was sie gesprochen hatten in bezug auf jede Pflanze des Feldes, bevor sie auf Erden war, und jedes Kraut des Feldes, bevor es wuchs; denn die Götter hatten noch nicht regnen lassen auf Erden, als sie beratschlagten, sie zu machen, und hatten noch keinen Menschen gestaltet, der die Erde bebaute.
6. Aber da stieg aus der Erde ein Dunst auf und wässerte den ganzen Erdboden.
7. Und die Götter gestalteten den Menschen aus dem Staub des Erdbodens und nahmen seinen Geist (nämlich den Geist des Menschen) und taten ihn in ihn; und in die Nasenlöcher hauchten sie ihm den Lebenshauch, und der Mensch wurde eine lebende Seele.
8. Und die Götter pflanzten einen Garten in Eden, gegen Osten, und setzten darein den Menschen, dessen Geist sie in den Leib getan hatten, den sie gestaltet hatten.
9. Und aus dem Erdboden ließen die Götter einen jeden Baum wachsen, der angenehm anzusehen und gut zum Essen ist; in der Mitte des Gartens auch den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis Gut und Böse.
10. Und da war ein Fluß, der ausging von Eden, wo er den Garten bewässerte, und von dort an teilte er sich und wurde zu vier Hauptflüssen.
11. Und die Götter nahmen den Menschen und setzten ihn in den Garten von Eden, ihn zu bebauen und zu hüten.
12. Und die Götter geboten dem Menschen, nämlich: Von allen Bäumen des Gartens magst du nach Belieben essen,
13. aber vom Baum der Erkenntnis Gut und Böse sollst du nicht essen; denn zu der Zeit, da du davon ißt, wirst du sicherlich sterben. Ich aber, Abraham, sah, daß dies nach der Zeit des Herrn war, die nach der Zeit des Kolob ist; denn die Götter hatten Adam seine Zeitrechnung noch nicht bestimmt.
14. Und die Götter sprachen: Laßt uns für den Menschen eine Hilfe machen, ihm ebenbürtig; denn es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei, darum wollen wir eine Hilfe gestalten, ihm ebenbürtig.
15. Und die Götter ließen einen tiefen Schlaf auf Adam fallen; und er schlief, und sie nahmen eine von seinen Rippen und verschlossen die Stelle mit Fleisch;
16. und aus der Rippe, die die Götter von dem Menschen genommen hatten, gestalteten sie eine Frau und brachten sie zu dem Menschen.
17. Und Adam sprach: Das war Bein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch, nun soll sie Ischa, Frau, heißen, denn von Isch, vom Mann, wurde sie genommen;
18. darum soll ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und an seiner Frau festhalten; und sie sollen zu einem Fleisch werden.
19. Die beiden aber, der Mensch und seine Frau, waren nackt, und sie schämten sich nicht.
20. Und aus dem Erdboden hatten die Götter alle Tiere des Feldes und alle Vögel der Luft gestaltet, und sie brachten sie zu Adam, zu sehen, wie er sie nennen würde; und wie auch immer Adam ein jegliches lebendige Geschöpf nennen würde, so solle es heißen.
21. Und Adam gab allem Vieh und den Vögeln der Luft und allen Tieren des Feldes ihren Namen; und für Adam fand sich eine Hilfe, ihm ebenbürtig.

Faksimile 1

Erläuterung der obigen Abbildung:


1. Der Engel des Herrn.
2. Abraham, auf einem Altar festgebunden.
3. Der Götzenpriester von Elkena versucht, Abraham zu opfern.
4. Der Altar, auf dem die Götzenpriester Opfer darbringen; er steht vor den Götzen von Elkena, Libna, Mamakra, Korasch und Pharao.
5. Der Götze Elkena.
6. Der Götze von Libna.
7. Der Götze von Mamakra.
8. Der Götze von Korasch.
9. Der Götze des Pharao.
10. Abraham in Ägypten.
11. Dies stellt die Säulen des Himmels dar, wie die Ägypter sie sich vorstellten.
12. raqia, das bedeutet Weite oder das feste Gewölbe über uns; in diesem Fall aber und auf den vorliegenden Gegenstand bezogen, wollten die Ägypter es als schama verstanden wissen, was hoch sein oder Himmel bedeutet und dem hebräischen Wort schamajim entspricht.

Faksimile 2

Erläuterung der obigen Abbildung:


1. Kolob, was erste Schöpfung bedeutet, dem Celestialen, also der Gotteswohnung, am nächsten; an erster Stelle in bezug auf Regierung, an letzter, was das Zeitmaß betrifft. Das Zeitmaß entspricht der celestialen Zeit, worin ein Tag durch eine Elle dargestellt wird. Ein Tag auf dem Kolob ist gleich tausend Jahren nach der Zeitrechnung unserer Erde, von den Ägyptern Dscha-o-e genannt.
2. steht dem Kolob am nächsten und wird von den Ägyptern Oliblisch genannt; dies ist die nächste große regierende Schöpfung nahe dem Celestialen oder dem Ort, wo Gott wohnt; auch sie hat Schlüsselgewalt inne, was andere Planeten betrifft; dies wurde Abraham von Gott offenbart, als er auf einem Altar, den er dem Herrn gebaut hatte, Opfer darbrachte.
3. soll Gott darstellen, wie er auf seinem Thron sitzt, angetan mit Kraft und Vollmacht, mit einer Krone ewigen Lichts auf dem Haupt; dies stellt auch die großen Schlüsselwörter des heiligen Priestertums dar, die Adam im Garten von Eden offenbart wurden, ebenso Set, Noach, Melchisedek, Abraham und allen anderen, denen das Priestertum offenbart wurde.
4. entspricht dem hebräischen Wort raqia, was Weite oder das feste Gewölbe des Himmels bedeutet; es ist dies auch ein Zahlensymbol, das ägyptisch eintausend bedeutet und dem Zeitmaß auf dem Oliblisch entspricht, der in seinen Umdrehungen und seinem Zeitmaß dem Kolob gleich ist.
5. wird auf ägyptisch Enisch-go-on-dosch genannt; auch dies ist einer der regierenden Planeten, und die Ägypter sagen, es sei die Sonne, und sie erhalte ihr Licht vom Kolob, und zwar mittels Ka-i-vanrasch, des großen Schlüssels, oder mit anderen Worten der regierenden Kraft, die fünfzehn weitere feststehende Planeten oder Sterne regiert, ebenso Flo-is oder den Mond, die Erde und die Sonne in ihren jährlichen Umdrehungen. Dieser Planet empfängt seine Kraft mittels Kliflos-ises oder von ha-kokabim, den Sternen, die durch die Figuren 22 und 23 dargestellt sind und Licht von den Umdrehungen des Kolob empfangen.
6. stellt unsere Erde mit ihren vier Himmelsrichtungen dar.
7. stellt Gott dar, wie er auf seinem Thron sitzt und durch die Himmel die großen Schlüsselwörter des Priestertums offenbart; ebenfalls das dem Abraham erteilte Zeichen des Heiligen Geistes in Gestalt einer Taube.
8. Geschriebenes, dessen Bedeutung der Welt nicht offenbart werden kann, das aber im heiligen Tempel Gottes zu haben ist.
9. darf zur gegenwärtigen Zeit nicht offenbart werden.
10. ebenso.
11. ebenso. Falls die Welt diese Zahlen herausfinden kann, so sei es. Amen.
12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19 und 20. werden zu der vom Herrn bestimmten Zeit gegeben werden.

Die obige Übersetzung ist so weit gegeben, wie wir zur gegenwärtigen Zeit dazu berechtigt sind.

Faksimile 3

Erläuterung der obigen Abbildung:


1. Abraham sitzt - infolge der Höflichkeit des Königs - auf dem Thron des Pharao, auf dem Kopf eine Krone, die das Priestertum darstellt, ein Sinnbild der erhabenen Präsidentschaft im Himmel; er hat das Zepter der Gerechtigkeit und Rechtsprechung in der Hand.
2. König Pharao, dessen Name in den Schriftzeichen über seinem Kopf angegeben ist.
3. Dies bedeutet Abraham in Ägypten - nämlich wie es in der 9. Folge der Zeitschrift "Times and Seasons" angegeben ist. (Auch im ersten Faksimile dieses Buches ist es so angegeben.)
4. Der Prinz des Pharao, des Königs von Ägypten; so steht es über seiner Hand geschrieben.
5. Schulem, einer der obersten Bedienten des Königs; dies ergibt sich aus den Schriftzeichen über seiner Hand.
6. Olimla, ein Sklave, der dem Prinzen gehört.
Abraham spricht am Königlichen Hof über die Grundsätze der Astronomie.